Eisenbahnfest 2011 im Hamburg Museum
Monatelang haben wir vergeblich auf den Sommer und gutes Wetter gewartet und jetzt, wo wir es nicht gebrauchen konnten, schien die Sonne. Das hat uns Besucher gekostet; ebenso, wie der 100. Geburtstag des hamburger Flughafens und die Ausstellung 'Du und Deine Welt', die ebenfalls auf den 24. Und 25.09.2011 fielen.
Der Ausstellungsraum im überdachten Innenhof des Museums bot wie immer eine besonders stilvolle Location. Inmitten von Statuen und anderen Museumsstücken bauten die Modelleisenbahner ihre Anlagen und Schaustücke auf. Allerdings benötigte der Aufbau durch den gepflasterten Boden im Innenhof besondere Aufmerksamkeit und Sorgfalt. Wasserwaage und Keile waren unverzichtbare Hilfen.

Ausgestellt waren Anlagen der Spurweiten 0e, H0, H0m, TT, N und Z. Straßenbahn, österreichische und schweizerische Schmalspur und Normalspur; alles war vertreten. Dem Interesse entsprechend, sollte für jeden etwas dabei gewesen sein.
Der Aufbau begann allerdings mit einem Hindernis. Kai hatte beim Beladen des Autos zu Hause tatkräftige, aber in Sachen Modellbahn unerfahrene Hilfe. Seine Anlage wurde ohne Höhenausgleich die Treppe herunter getragen. Auf Grund des entstehenden enormen Gefälles, löste sich das Modell des Glückstädter Salzspeichers von seinem Platz und rutschte quer über den mit viel Liebe und filigranem Zubehör ausgestatteten Marktplatz. Entsprechend groß war der entstandene Schaden. Kai musste das Bastelwerkzeug wieder aus dem Auto holen und das Haus, Figuren, Geländer und Sackkarren ankleben. Nach einer Stunde waren die größten Schäden repariert und die Fahrt zum Museum konnte mit Verspätung beginnen. Zum Glück war der Verkehr nicht zu schlimm, so dass mit dem Aufbau im Museum trotz der Widrigkeiten noch rechtzeitig begonnen werden konnte.

Der Freundeskreis der Spur Z Hamburg war mit mehreren Klein-Anlagen vertreten.
Horst begeisterte besonders die Kinder und deren Eltern mit seinen neuen Kofferanlagen. Sie konnten verschiedene Aufgaben am Regler und Weichenstellhebel ausführen. Spielspaß pur!

Peter Kahl. führte seine Schätzchen vor und ließ seine Emma ihre Kreise drehen. Neben einer vielgleisigen Kleinst-Anlage waren die Umbauten mit Z-Fahrwerken sehenswert. Thomas, die Lok, oder Emma mit Jim Knopf und Lukas, dem Lokomotivführer, waren die Hits.
Die historischen Straßenbahnmodelle begeisterten die Modellbahnkollegen vom „Club Linie 11“.

Peter Schindler zeigte das Industriediorama„Chemische Fabrik und Container-Bahnhof“, dessen Ausstattungen überwiegend aus zweckentfremdeten Alltagsmaterialien bestand.
Kai Wüstermann war mit seiner Anlage „Müsum“ dabei. Die Betrachter waren begeistert von der detaillierten Ausstattung und den dargestellten norddeutschen Geschichten, die er mit Freude und Geduld beschrieb. Einige Besucher übten aber auch Kritik. Ihnen war aufgefallen, dass das Modell der Kaiserlichen Yacht erst zwölf Jahre nach dem angenommenen Zeitpunkt gebaut wurde. Die Hamburger kennen ihre Schaarhörn eben. Allerdings haben sie nicht gemerkt, dass auch die eingesetzten Eisenbahnfahrzeuge zu jung waren.
Summa summarum war die kleine, aber feine Veranstaltung im Museum für Hamburgische Geschichte ein voller Erfolg. Sie hat allen Beteiligten viel Spaß gemacht.
Dank gebührt daher den engagierten Organisatoren, die die Aussteller großzügig unterstützten.